Freie Grundschule Quickborn
stock.adobe.com / Robert Kneschke

Die Freie Grundschule Quickborn (gegründet 2009) ist eingegliedert in den Campus Region-Hamburg. In dem 2017 neu erbauten Komplex gibt es Angebote zur frühkindlichen und schulischen Erziehung, Unterricht und Förderung von der Kindertagesstätte bis zum Abitur. Diese sind pädagogisch, fachlich und strukturell aufeinander abgestimmt.


Die personelle Ausstattung ist vorbildlich. Sie umfasst neben den Lehrkräften auch externe Fachkräfte. Diese erhalten zusätzliche Unterstützung im Unterricht durch Erzieherinnen und Erzieher. Eine konzeptionell eingebundene Schulsozialarbeit befindet sich im Aufbau. Alle arbeiten nach einem übergreifenden Konzept.

In dem modernen Schulgebäude gibt es neben den Klassenräumen, Gruppen- und Fachräume, Lernstudios, Ateliers, die zeitgemäß und lernförderlich eingerichtet und ausgestattet sind. Eine Sporthalle und eine Mensa werden 2018 gebaut.

Die staatlichen Vorgaben wie z.B. die Stundentafeln und Fachanforderungen werden in vollem Umfang gewährleistet. Darüber hinaus gibt es zusätzliche Stunden zur individuellen Förderung.



Übersicht

  1. Unsere Schule – eine gute Wahl
    1. Gemeinsames Grundverständnis als Basis
    2. Gemeinschaft
    3. Verlässlichkeit
    4. Individualität
    5. Vielfalt
  2. Der Kern: Lehren und Lernen für die Zukunft
    1. Pädagogisches Konzept (Erziehung)
    2. Unterrichtsqualität
    3. Zukunftsorientierung: Thematische Schwerpunkte
      1. Medienkompetenz
      2. Fremdsprachen
      3. Gesundheit – Bewegung
      4. Ernährung – Ökologie


1. Unsere Schule – eine gute Wahl


1.1. Gemeinsames Grundverständnis als Basis
Das Klima und die Qualität der Arbeit in einer Schule werden entscheidend dadurch geprägt, dass es Grundsätze, Leitlinien und Ziele gibt, die von der Schulgemeinschaft getragen werden: Alle Schülerinnen und Schüler sind gleichwertig - aber nicht gleichartig

Die Lern- und Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler steht im Vordergrund. Es geht dabei um die Aneignung intellektueller, emotionaler, und sozialer Fertigkeiten, um Einstellungen und Werthaltungen. Partner begegnen sich auf Augenhöhe. Die Schule verbindet Leistung und Freude am Lernen. Sie fördert und fordert gleichermaßen und pflegt Engagement und soziales Miteinander. Sie unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung einer Lebensperspektive. Die Schule hat klare Regeln, die für Schülerinnen, Lehrkräfte, Mitarbeiterinnen und Eltern in der Schule gelten und von allen eingehalten werden und ggf. bei Missachtung Konsequenzen nach sich ziehen. Sie bietet einen „Roten Faden“ und gibt so Orientierung.

Es herrscht ein achtungsvoller Umgang miteinander. Gewaltfreie Konfliktlösungen werden im Alltag verwirklicht. Eine professionelle Schulleitung steuert die Entwicklungsprozesse und organsiert eine reibungslosen Ablauf aller Aktivitäten. Es gibt eine gemeinsame Grundüberzeugung (geteilte Vision<<) guten Unterrichts zwischen Schulleitung und Kollegium. Es herrscht große Arbeitszufriedenheit bei Lehrkräften und Mitarbeiter/innen.

Lehrkräfte, pädagogisches und anderes Personal arbeiten bei der Gestaltung des Schulalltages vertrauensvoll miteinander zusammen. Sie bilden sich regelmäßig zu fachlichen und pädagogischen Themen fort. Der Arbeitgeber unterstützt dies mit geeigneten Mitteln. Die Lehrkräfte kooperieren insbesondere zu Fragen des Unterrichts und des pädagogischen Konzeptes regelmäßig professionell miteinander.

Die Lehrkräfte üben in jeder Hinsicht eine Vorbildfunktion aus. Alle fühlen sich wohl an der Schule. Dazu trägt eine Feedbackkultur entscheidend bei. Die Schule tritt nach außen geschlossen auf. Sie prüft, ob sie die selbstgesteckten Ziele auch erreicht hat. Folgende Aspekte sind uns in den praktischen Umsetzungen besonders wichtig.


1.2. Gemeinschaft
Das Miteinander ist ein wichtiger Baustein in unserem Schulleben. Wir achten darauf, dass gemeinsame Werte im Unterricht und durch außerunterrichtliche Aktivitäten deutlich sichtbar werden und pflegen diese aktiv. Wir organisieren dazu gemeinsame Veranstaltungen, Feste, Feiern und auch Herausforderungen, bei denen wir das Miteinander und Verantwortung für andere üben und umsetzen können.

Eine funktionierende Gemeinschaft fördert soziale Tugenden, die helfen, sich zu verstehen und Konflikte zu vermeiden. Wir trainieren gewaltfreie Streitstrategien ein.

Durch eine bewusste Partizipation der Beteiligten an Entscheidungen wird der Gemeinsinn gesteigert und Wirksamkeit des eigene Handelns deutlich. Diese trägt dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler bereit sind, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen.

Darüber hinaus finden jährlich Klassenfahrten in der Grundschule sowie alle 2 Jahre in der Gemeinschaftsschule statt, um die Gemeinschaft der Schülerinnen und Schüler zu fördern.


1.3. Verlässlichkeit
Schule muss ausgesprochen verlässlich sein. Verlässlichkeit setzt klare Strukturen und Regeln voraus, die von allen konsequent beachtet werden. Das betrifft alle Bereiche der Schule. Der feste zeitliche Rahmen von Unterricht und ein ganzjähriges Betreuungsangebot ermöglichen Eltern am Berufsleben teilzunehmen, schaffen Planbarkeit.

Verbindliche Absprachen, Transparenz und eine offene Kommunikation bewirken gegenseitiges Vertrauen. Übersichtliche Strukturen und klare Zuständigkeiten unterstützen eine eindeutige Zuweisung von Verantwortlichkeiten Rhythmisierung und Rituale sowie regelmäßige Hilfs- Unterstützungsangebote geben im Schulalltag Sicherheit und Orientierung.


1.4. Individualität
Schule umfasst Betreuung, Förderung und Bildung jedes einzelnen Kindes. Die individuelle Förderung und Forderung ist deshalb zentrales Prinzip der Unterrichtsgestaltung.

Die gesamte Arbeit der Schule orientiert sich an den Erfordernissen für jeden einzelnen Schüler, jede einzelne Schülerin. Sie werden differenziert gefördert und gefordert. Wir ermutigen sie  und muten ihnen auch etwas zu. Dadurch wird der Grundstock für eigenständiges Lernen gelegt.

Nach dem Grundsatz „Ich sehe dich“, versuchen wir Stärken zu erkennen und zu nutzen, aber auch Unterstützungsbedarf auszumachen und Hilfen anzubieten. Wir ermutigen die Schülerinnen und Schüler, muten (trauen) Ihnen etwas zu und helfen bei Schwierigkeiten gezielt.

Für den Unterricht geben wir den Lehrkräften deshalb mehr Zeit, Zeit für die Klasse. Zeit für den Stoff,  Zeit für den einzelnen Schüler insbesondere auch durch eine persönliche Lernbegleitung.

Durch innere und äußere Differenzierung, Wahlmöglichkeiten, besondere Lernorte (z.B. Lernstudio) individuelle Lern – und Förderpläne  schaffen wir ein möglichst genaue Passung für jedes Kind. Zu den erreichten Leistungen geben wir individuelle Rückmeldungen.


1.5. Vielfalt
Das Schulleben wird nicht nur durch individualisierten Unterricht geprägt. Wir organisieren deshalb eine Vielzahl vor unterschiedlichen Angeboten, um die Potentiale der Schülerinnen und Schüler zu wecken, Befähigungen, Begabungen, Talenten und Neigungen zu erkennen und ggf. regelhaft in die schulische Arbeit einzubinden.

Durch eine hohe Flexibilität bei der Organisation des Schulbetriebes ermöglichen wir unterschiedliche Unterrichtsmethoden und –formen und Lernwege. Gemeinsamer Unterricht (Inklusion) und äußere (leistungsorientierte) Differenzierung, Jahrgangsunterricht und jahrgangsübergreifender Unterricht schließen sich nicht aus, sondern können auch parallel sinnhaft eingesetzt werden.


2. Der Kern: Lehren und Lernen für die Zukunft

Ziel unserer Arbeit ist es, umfassende für ein lebenslanges Lernen zu motivieren und so die Grundlagen für eine selbstbestimmte Teilhabe an der Gesellschaft zu schaffen.

Eckpfeiler der Arbeit in unserer Schule sind ein übergreifendes pädagogisches Konzept und die Sicherung der Unterrichtsqualität. Beides ist untrennbar miteinander verbunden.

Lernfreude soll geweckt  erhalten und ausgebaut werden. Die Förderung der Sach- und Methodenkompetenz sowie der Selbst- und Sozialkompetenz sind gleichermaßen wichtig, bilden dabei eine Einheit für die  Entwicklung der Schülerinnen und Schüler.

Das Angebot unserer Schule umfasst bewährte und auch zukunftsfähige Elemente.


2.1. Pädagogisches Konzept (Erziehung)
Die Arbeit nach reformpädagogischen Grundsätzen (z. B. Montessori-Pädagogik) beeinflusst einen großen Teil der pädagogischen Ausrichtung unserer Schule. Wir nutzen aber auch andere Zugänge zum erfolgreichen Lernen. Die einzelnen Methoden, Instrumente und Materialien werden auf Passung zur heutigen Lebenswirklichkeit überprüft und ggf. - in moderner Form und Ausprägung - neu definiert.

Die folgenden Prinzipien bestimmen unser konkretes Vorgehen:

Vorbereitete Lernumgebung
Die Lernumgebung ist so gestaltet, dass die Schülerinnen und Schüler dort möglichst selbständig und auch selbstgesteuert arbeiten können. Mobiliar und Ausstattung müssen kindgerecht und ansprechend sein. Unterschiedliche Unterrichtsphasen (Ruhe, Arbeit, Bewegung) werden in funktionsgerechtem Wechsel zielgerichtet eingesetzt.

Lernmaterial
Es gibt eine geordnete Lernumgebung. Die Materialien sollen zum selbsttätigen Handeln tauglich sein und ein ganzheitliches Lernen mit allen Sinnen ermöglichen.

Freiarbeit
Themenwahl, Lern- und Arbeitsmittel und Lerntempo sind selbstbestimmt. Die Lehrkraft begleitet die Arbeit ausschließlich unterstützend

Phasen jahrgangsübergreifenden Lernens
Die Lerngruppen werden je nach Möglichkeit und Bedarf auch jahrgangsübergreifend gebildet. Die Vielfalt wirkt sich positiv auf die kognitive und soziale Entwicklung aus. Ein miteinander und voneinander lernen wird gefördert. Unterschiedlichem Leistungsvermögen kann besser Rechnung getragen werden.

Die Lehrkraft als Lernbegleiter / Lerncoach
Die Lehrkraft ermutigt und unterstützt nur bei Bedarf. Eine Lernsteuerung ist weiter möglich, das Kind wird nicht sich selbst überlassen. Die einzelnen Lernschritte werden an die Möglichkeiten des einzelnen Kindes angepasst. Die Lehrkräfte beachten individuelle Lerngeschwindigkeit. Es gibt eine positive Fehlerkultur (Lernfeedback).

Regeln und Rituale
Geben Sicherheit und setzen Grenzen, sorgen für unterstützende Ordnung und Struktur. Sie helfen beim Verstehen und erlernen sozialer Notwendigkeiten und vermeiden so Konflikte. Schülerdienste, Streitschlichter oder ein Schülerrat sind praktische Anwendungsbeispiele für die Schülerinnen und Schüler


2.2. Unterrichtsqualität
Die Schule ist mehr als eine Wissensabfüllanlage. Guter Unterricht erzieht, erhält die Neugier auf die Welt, hilft zum Verstehen, sichert Bildung. Der Unterricht ist das Kerngeschäft der Lehrkräfte. Wenn ihr Unterricht gut ist, dann lernen die Schüler gut und gern. Für fachübergreifende(s) Lernen und Projekte, Freiarbeit und andere Unterrichtsformen haben alle ihre Berechtigung und werden situationsgerecht genutzt.

Unsere Schule hat ein gutes Zeitmanagement, sorgt für Pünktlichkeit Auslagerung von Organisatorischem aus dem Unterricht. Das Unterrichtsangebot wird durch Schulaufgabenbetreuung ergänzt und durch Arbeitsgemeinschaften und Freizeitangebote erweitert, die Talente und Begabungen entdecken und fördern sollen. Die Entwicklung des Fachunterrichts wird nicht von einzelnen Lehrkräften getragen, sondern von der ganzen Fachkonferenz.

In unserer Schule gibt es verbindliche Kriterien für zeitgemäßen Unterricht:

Klare Strukturierung
Es gibt einen für die Schüler/innen gut erkennbaren „roten Faden“

Echte Lernzeit
Es gibt einen hohen Zeitanteil, in dem Schüler/innen für das Erreichen des Unterrichtszieles aktiv arbeiten

Inhaltliche Klarheit
Aufgabenstellungen sind verständlich, Ergebnisse deutlich erkennbar

Methodentiefe
Unterschiedliche Methoden und Unterrichtsformen werden in sinnvollem Wechsel eigesetzt

Intelligentes Üben
Übungsaufgaben werden passgenau zum Lernstand der Schülerrinnen und Schüler ausgewählt

Intelligentes Fördern
Spezifische Maßnahmen und Lernmittel ermöglichen einen individuellen Lernfortschritt

Lernförderliches Klima
Gegenseitiger Respekt und sinnvolle Regeln stellen einen friedvollen Umgang der Schülerinnen und Schülern untereinander und mit der Lehrkraft sicher

Vorbereitete Umgebung
Lernorte sind so eingerichtet und ausgestattet, dass die Schülerinnen und Schüler sie für sich als förderlich annehmen und wie ihr Eigentum nutzen und pflegen

Transparente Leistungserwartungen
Anforderungen und Leistungskriterien werden nachvollziehbar dargestellt. Die Bewertung bezieht sich ausschließlich auf diese.

Sinnstiftendes Kommunizieren
Schülerinnen und Schüler geben ihrem Lernprozess und seine Ergebnissen im Austausch mit den Lehrkräften eine persönliche Bedeutung


2.3. Zukunftsorientierung: Thematische Schwerpunkte
Neben den in den Fachanforderungen für die Grundschule aufgeführten Inhalte und Kompetenzen, die wir ebenso wie die öffentlichen Schulen vermitteln müssen setzen wir eigene Schwerpunkte, die unserer Meinung nach für die Zukunft besondere Bedeutung haben.


2.3.1. Medienkompetenz
Chancen und Risiken der Digitalisierung gehört zu den wichtigsten fachübergreifenden Themen. Wir greifen des halb die außerschulischen Medienerfahrungen der Schülerinnen und Schüler auf, reflektieren und bewerten diese und führen die Kinder an eine sinnvolle Nutzung heran. Wir setzen dazu Smartboards, Tablets, Computer etc. im Unterricht bewusst und maßvoll ein und lehren den sachgerechten sinnvollen Umgang mit diesen Medien. Dazu schulen wir die Lehrkräfte und setzen auch gezielt Experten im Unterricht ein.

Eine aktive Gestaltung durch Schüler/innen ist bei entsprechender Anleitung auch schon in der Grundschule z.B. in den Bereichen Film, Radio, TV möglich. Dies kann dann in der Sekundarstufe ausgebaut werden.


2.3.2. Fremdsprachen
Das Beherrschen von Fremdsprachen wird zunehmend noch wichtiger als jetzt. Von Schulbeginn an suchen wir Anknüpfungspunkte, um die vorhandenen Kenntnisse der englischen Sprache aus dem Alltag und ggf. aufgrund von Erfahrungen aus einer Kindertagesstätte. Umgang schrittweise weiter auszubauen. Ab Klassenstufe drei wird diese Arbeit im Regelunterricht spielerisch und sprechorientiert fortgesetzt. Bis zur Sekundarstufe soll so eine solide Grundlage für bilinguale Unterrichtsangebote entstehen. Immersiver Englischunterricht ist derzeit wegen Fachkräftemangel nicht umsetzbar, ist aber weiter ein Ziel der Schule.


2.3.3. Gesundheit – Bewegung
Dem natürlichen Bewegungsdrang wird durch ein Angebot von Aktivitäten im Unterricht, in den Pausen und im Sportunterricht, auch in Kooperation mit Sportvereinen, Rechnung getragen. Nach Errichtung der Sporthalle streben wir ein zeitlich erhöhtes Angebot dafür an. Dazu gehört auch ein für Nichtschwimmer verbindlicher Schwimmunterricht.

Wir haben neben der körperlichen Schulung auch die psychische Entwicklung im Blick. Kunst- Musik- Darstellende Spiel bieten dafür gute Ansatzpunkte und Ausgleich zu den kognitiven Anforderungen, die wir insbesondere in Arbeitsgemeinschaften und Projekten aufgreifen.


2.3.4. Ernährung – Ökologie
Die Anzahl der aufgrund von Bewegungsmangel und falscher Ernährung übergewichtigen Kinder ist dramatisch gestiegen Der Umgang mit unserer Umwelt und eine bewusste Ernährung ist uns wichtig. In unsere Mensa wird deshalb auch besonderer Wert darauf gelegt, dass gesunde Verpflegung angeboten wird.

Ebenso gehen wir grundsätzlich und im Detail auf Fragen zum Umweltbewusstsein ein. Wir achten gezielt z. B. auf Mülltrennung, Verschwendung von Energie, Erhaltung und Pflege der Natur und Achtung von Lebewesen. Dies geschieht im Unterricht, aber auch durch besondere Vorhaben.